Seilzugverstellvorrichtung
 
Einleitung
Aufbau
Arbeitsweise
Vorteile
 
Seilzugverstellvorrichtung
Abbildung 1: Seilzugverstellvorrichtung
 

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(schwedisch)

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HP-GL/2 Plotfile (*.pra) "Seilzugverstellvorrichtung" Übersicht

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HP-GL/2 Plotfile (*.pra) "Seilzugverstellvorrichtung" Varianten

(00el3031.zip 5.77 MB)
 
Einleitung:
Auf der Basis des HiRed Getriebes wurde von uns eine Seilzugverstellvorrichtung entworfen, die zum stufenlosen Öffnen und Schließen einer Fensterscheibe oder eines Schiebedachs in Automobilen dient. Die neuartige Konstruktion zeichnet sich durch Einfachheit, Kostengünstigkeit und Zuverlässigkeit aus. Bei entsprechender Modifikation ist die Seilzugverstellvorrichtung auch für Hebezeuge und Krananlagen verwendbar, da Blockadegetriebe.



Aufbau der Seilzugverstellvorrichtung:
Die Seilzugverstellvorrichtung besteht aus den folgenden Komponenten
(s. Abbildung 2)
  • ein Elektromotor mit Gehäuse, Antriebswelle mit Abflachung und Abschlussscheibe mit radialen Vorsprüngen;

  • ein Gestell zur Aufnahme aller Komponenten;

  • zwei Zuführungen über die der Seilzug an die Seiltrommel geleitet wird;

  • ein Stoßdämpfer- und Dichtring mit nach innen ragenden Gummiklötzen, die zwischen den radialen Vorsprüngen der Abschlussscheibe angeordnet sind;

  • ein Innenzahnrad 1 mit axialen Vorsprüngen, das zusammen mit dem Stoßdämpfer- und Dichtring auf der Abschlussscheibe montiert ist;

  • ein Innenzahnrad 2 mit einer größeren Zähnezahl als das Innenzahnrad 1;

  • eine Seiltrommel, die sich auf der zylindrischen Aussenfläche des Innenzahnrades 2 befindet und mehrere Wicklungen zur Aufnahme des Seilzuges, sowie einen Aufnahmeschlitz zur Fixierung besitzt;

  • ein Antriebszahnrad mit Aussenverzahnung, welches auf der Antriebswelle des Elektromotors befestigt ist;

  • mehrere (5 im Ausführungsbeispiel) gleichmäßig beabstandet angeordnete Umlaufzahnräder mit Außenverzahnung, die sich mit dem Antriebszahnrad und den Innerzahnrädern im Eingriff befinden. Diese Umlaufzahnräder bestehen aus jeweils zwei miteinander verbundenen Einzelrädern mit z.T. Winkelversatz, deren Zähnezahlen je nach Ausführungsform gleich oder unterschiedlich sein können;

  • eine Befestigung bestehend aus Unterlegscheibe, Sicherungsring und Trommelabdichtung;

Explosionsdarstellung
Abbildung 2: Seilzugverstellvorrichtung - Explosionsdarstellung

Getriebe
Abbildung 3: Seilzugverstellvorrichtung - Getriebe



Arbeitsweise der Seilzugverstellvorrichtung:
  • Die Seilzugverstellung erfolgt durch eine Relativverdrehung zwischen dem an der Abschlussscheibe befestigten Innenzahnrad 1 und dem die Seiltrommel tragenden Innenzahnrad 2 (s. Abbildung 2);

  • Das Antriebszahnrad, bildet mit der ersten Außenverzahnung der Umlaufzahnräder und dem Innenzahnrad 1 ein Umlaufgetriebe;

  • Die zweite Außenverzahnung der Umlaufzahnräder befindet sich mit dem Innenzahnrad 2 im Eingriff und bildet ein zweites Umlaufgetriebe; 

  • Aufgrund der unterschiedlichen Zähnezahlen der Innenzahnräder und der gleichen oder unterschiedlichen  Zähnezahlen der Umlaufzahnräder, weisen beide Umlaufgetriebe unterschiedliche Übersetzungen auf;

  • Durch die starre Verbindung der Einzelräder des jeweiligen Umlaufzahnrades, werden die Innenzahnräder und somit die Seiltrommel zu einer Relativverdrehung gezwungen;

  • Der im Aufnahmeschlitz eingelegte Seilzug wird von den Wicklungen der Seiltrommel aufgenommen;

  • Die Verstellung des Seilzuges erfolgt durch die Aufwicklung des Seiles über eine oder mehrere Wicklungen hervorgerufen durch die sich drehende Seiltrommel;

  • Ein Stoßdämpferring, der zwischen der ersten Innenverzahnung und der Abschlussscheibe angebracht ist, gewährleistet einen weichen Anlauf und ein weiches Stoppen der Seilzugverstellvorrichtung.



Vorteile der Seilzugverstellvorrichtung:
  • leichtgängig und robust;

  • kleine Baugröße und geringe Masse;

  • Übertragung hoher Drehmomente möglich;

  • präzise Positionsverstellung;

  • Blockade in jeder Position;

  • nur wenige, kostengünstig herstellbare Teile;

  • hoher Wirkungsgrad durch geringe Reibungsverluste;

  • leicht zu montieren, einfach zu handhaben

Entwurfszeichnungen der Seilzugverstellvorrichtung mit folgenden Übersetzungen sind auf Wunsch lieferbar:
    • i = 1 : 66
    • i = 1 : 106
    • i = 1 : 206
 
Weitere auf HiRed basierende Getriebe mit folgenden Untersetzungen können angefragt werden:
z.B.:
    • i = 1 : 32 + 40
    • i = 1 : 80 + 88,1
    • i = 1 : 90,6 + 98,1
    • i = 1 : 136 + 160
    • i = 1 : 163,5 + 179,7
    • i = 1 : 198,3
    • i = 1 : 278,4 + 513,3
    • i = 1 : 662,4
    • i = 1 : 198,3
 
A c h t u n g !
Eine weitere Ausführungsform ist das Modulkorrigierte HiRed-Getriebe, bei dem die Korrektur des Zahnes über das Modul erfolgt (s. nachfolgende Abbildungen).
Durch den ZAHN-Winkelversatz der Planetenumlaufräder ist dieses neu entwickelte Getriebe nur mit einem Zahn zu korrigieren (im Vergleich dazu ist das Wolfrom-Getriebe mit vier Zähnen zu korrigieren).
Nachfolgendes Beispiel: bei Teilkreisdurchmesser =72 mm ist die Übersetzung über die Planetenräder =40 und über das Sonnenrad ist die Übersetzung 160.
Diese Verstellvorrichtung ist ein HiRed-BLOCKADE-Verstellgetriebe, mit sehr hoher Drehmoment-Übertragung und sehr niedriegem Zahn-Flankenspiel.
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Blockade-Verstellgetriebe

Winkel-Versatz
Wie das Nadelöhr in der Nadelspitze einer Nähmaschine als Patent-Hauptanspruch gewertet wurde, ist in unserem HiRed-Getriebe das "Nadelöhr" der Zahnversatz der Planetenräder. Im Gegensatz zum Wolfrom-Getriebe ist trotz mehrerer Planetenräder höchstens ein Zahn zu korrigieren.
 
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Last modified: 10th October 2011